Franz Pocci
Deutscher Zeichner, Radierer, Schriftsteller, Musiker und Komponist
geboren: 07. März 1807 in München
gestorben: 07. Mai 1876 in München
Er studierte Rechtswissenschaft und wurde 1826 Mitglied des Corps Isaria. Mit 23 Jahren wurde er Zeremonienmeister von Ludwig I. von Bayern. Dieser berief ihn 1847 zum Hofmusikintendanten und Ludwig II. ernannte ihn 1864 zum königlich bayerischen Oberstkämmerer.
Pocci unterstützte den Marionettentheater-Gründer Josef Leonhard Schmid beim schwierigen Genehmigungsverfahren für das Münchner Marionettentheater, für das Pocci ab 1858 zahlreiche Puppenspiele mit Stoffen aus alten deutschen Volksbüchern, Märchen, Opern und Theater-stücken schuf. Auf seinen Rat hin beantragte Schmid die Einrichtung eines Theaters für Kinder und Erwachsene.
Der „Kasperlgraf“ verfasste mehr als 40 Kasperlstücke für das Marionettentheater mit Themen aus der Märchen- und Sagenwelt sowie Beiträge für die Münchener Bilderbogen.
Seine Kasperlgeschichten ranken sich um den Kasperl Larifari der später im Pestalozzi Verlag mehrere Bücher füllte allerdings mit Geschichten und Bildern von anderen Künstlern. Vom Löwensohn Verlag wurde nur ein Heftchen in der Reihe „Das Rheingold“ 1927 herausgegeben:
203 – Serie Rheingold „Schattenspiele“